Corona-Pandemie: Wohngeld auch als Eigentümer nutzen!

Auch wenn die Auswirkungen der Corona-Krise derzeit abflachen und die Staatsregierung beginnt, durch Lockerung der strengen Maßnahme erste Schritte in Richtung Normalität zu wagen, ist noch unklar, welche Auswirkungen die Pandemie noch haben wird. Während für Unternehmen große Unterstützungspakete geschnürt wurden, werden Vermieter mit den wirtschaftlichen Auswirkungen derzeit noch allein gelassen. Wohngeld kann hier eine erste Hilfe sein.

Wohngeld nicht nur für Mieter

Denn nicht nur Mieter können diese finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen, sondern auch selbstnutzende Wohneigentümer. Da die Anzahl der Anträge durch die Pandemie deutlich angestiegen ist, hat das Bundesbauministerium Vereinfachungen für die Antragsbearbeitung ermöglicht.

Vereinfachte Antragsstellung möglich

Demnach müssen Antragssteller derzeit nicht zwingend die vorgegebenen Formulare verwenden. Der Antrag kann vielmehr formlos bei der zuständigen Wohngeldbehörde eingereicht werden. Daher reicht beispielsweise eine E-Mail, die den Namen und Adresse des Antragsstellers enthält, sowie den Willen für einen bestimmten Wohnraum ab einem angegebenen Datum Wohngeld zu beantragen. Dies ist besonders bei Behörden sinnvoll, bei denen aufgrund der Corona-Pandemie noch kein Besucherverkehr möglich ist. So ist beispielsweise die Wohngeldstelle in München noch bis einschließlich 29. Mai 2020 für den Besucherverkehr geschlossen. Anträge können also derzeit vielerorts nicht persönlich eingereicht werden. Die dem Antrag beizufügenden Nachweise werden auf das zwingende Maß beschränkt. So reicht es beispielsweise aus, anstatt einer offiziellen Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers, lediglich eine Monatsabrechnung vorzulegen. Ist der Antragsteller selbstständig oder freiberuflich tätig, reicht die Übersendung einer vereinfachten Gewinnprognose aus, um die Bedürftigkeit nachzuweisen. Andere Bescheinigungen können nachgereicht werden. Darüber hinaus sollen die Wohngeldstellen die Anträge Prioritär behandeln, was eine schnellere Bearbeitung garantieren soll. Eine weitere Beschleunigung soll das Verfahren durch den Verzicht auf die Plausibilitätsprüfungen erfahren. Besonders wichtig: Auch Vorschusszahlungen sind für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten möglich.

Allgemeine Vorraussetzung für den Erhalt von Wohngeld

Ob und in welcher Höhe Wohngeld genehmigt wird, hängt ganz allgemein von der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, dem Gesamteinkommen und der Höhe der Belastung, beispielsweise durch Kredite und die laufenden Bewirtschaftungskosten, ab. Die Größe des Wohnraums spielt dagegen bei selbstnutzenden Eigentümern keine Rolle.