Haus & Grund Wunsiedel l Berichterstattung zur Jahreshauptversammlung

Datum: 30.09.2017
Beginn: 14:00
Organisator: Haus- undGrundbesitzerverein Sechsämterland e.V. Sitz Wunsiedel
Ort: Wunsiedel
Referat: Mietrecht aktuell
Referent(en): RA Manfred Nikui
RA Michael Flood bedankt sich bei RA Manfred Nikui

Haus & Grund Wunsiedel

Topaktuelles für Eigenheimer

Beeindruckt zeigten sich die Mitglieder von Haus & Grund Wunsiedel über die aktuellen Informationen von RA Manfred Nikui in seinem Vortrag auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung Ende September. Eingeladen hatte der erste Vorsitzende des Vereins, RA Michael Flood, wie immer in das Vereinslokal „Goldener Löwe“. Wunsiedel ist oberfränkische Kreisstadt im Fichtelgebirge, in der jährlich die bekannten Luisen-Festspiele im Felsenlabyrinth stattfinden. Der Verein zählt nach den Worten Floods derzeit 224 Mitglieder. Die Vermögenslage des Vereins bezeichnete er – im Gegensatz zu der der Stadt Wunsiedel – als sehr gut. Man habe all die Jahre auch sparsam und verantwortungsvoll gewirtschaftet und so ein Finanzpolster aufbauen können, sagte er.

Neuerungen für Eigentümer

In einem umfassenden Referat stellte RA Nikui, Chefjustiziar von Haus & Grund Bayern, dann den Anwesenden die wichtigsten Gesetze vor, die jeder, der Immobilien sein Eigen nenne, unbedingt in Grundzügen kennen müsse, wie Nikui betonte.

Ein Thema war die Pflicht für Eigentümer auch in Bayern, bis Ende des Jahres in alle bestehenden Wohnungen Rauchwarnmelder einzubauen. Dabei sei es gleich, ob es sich um Ein- oder Mehrfamilienhäuser handele und ob sie selbst genutzt oder vermietet seien, sagte Nikui. Um dauerhaft sicherzustellen, dass die Geräte ordnungsgemäß gewartet werden und damit auch funktionieren, seien einige wichtige Hinweise zu beachten, die in einem Infoblatt erhältlich beim örtlichen Haus- und Grundbesitzerverein – enthalten sind. Einbauen müssten die Geräte die Eigentümer. 11 Prozent der Kosten dafür dürften sie anteilig pro Wohnung an die Mieter über die Miete weitergeben. Verantwortlich für Wartung und Funktionsprüfung der Rauchmelder seien dagegen die Mieter.

Ein anderes Thema waren Änderungen im Schornsteinfegerwesen, die seit Juli gelten. Wechselt ein Eigentümer, müsse dieser dies dem privilegierten Bezirksschornsteinfeger anzeigen. Geändert wurden die Zeitintervalle für die Feuerstättenschau: Diese dürfe nun frühestens nach drei Jahren und spätestens fünf Jahre nach der letzten Prüfung stattfinden, sagte Nikui.

Kurz ging der Referent auch auf die Probleme bei der Beendigung eines Mietverhältnisses ein. Es gibt dafür klare gesetzliche Regelungen, sagte Nikui. So müsse der Mieter die Wohnung am letzten Tag der Mietzeit zurückgeben. Man sollte möglichst gemeinsam durch die Wohnung gehen und Schäden – soweit vorhanden – protokollieren. Zu empfehlen sei ein Rückgabeprotokoll. Ratsam sei immer, die leer geräumte Wohnung zu fotografieren Seine Möbel und Sachen müsse der Mieter mitnehmen. Die Wohnung ist erst dann zurückgegeben, wenn der Vermieter alle Schlüssel erhalten hat. Die Wohnung streichen müsse der Mieter nur, wenn dies wirksam vereinbart sei. Wird die Wohnung nicht rechtzeitig zurückgegeben, muss der Mieter dafür eine Nutzungsentschädigung mindestens in Höhe der bisherigen Miete zahlen. Für die Rückzahlung der Kaution darf sich der Vermieter höchstens sechs Monate Zeit lassen.