Donnerstag, 15. Juni 2017

Energiewende nicht auf Kosten des Brandschutzes: Konsequenzen aus Fassadenbränden mit Polystyroldämmstoffen ziehen

Es besteht die Vermutung, dass eine polystyrolähnliche Fassadendämmung ein wesentlicher Grund für das rasche Ausbreiten des Brandes bei der Brandkatastrophe in London war. Deshalb müsse der Einsatz von Polystyrol zur Dämmung von Gebäudefassaden sofort ausgesetzt werden, fordert Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern.

Nach Angaben von Haus & Grund Bayern gebe es schon seit längeren Hinweise, dass polystyrolhaltige Dämmungen im Brandfall extrem gefährlich sind. "Hier muss nun schnellstens Klarheit geschaffen werden", fordert die Verbandsvorsitzende. Im Zweifel müssten bereits montierte Polystyroldämmungen auf Kosten der Industrie entfernt und entsorgt sowie durch nicht brennbare Stoffe ersetzt werden. „Es reicht, dass die Bewohner von Häusern und Wohnungen über Jahrzehnte erhöhten Gefahren ausgesetzt wurden. Die Kosten der Gefahrenbeseitigung muss nun der Verursacher tragen, also die Dämmstoffindustrie“, fordert Dr. Ulrike Kirchhoff.