Mittwoch, 6. Mai 2020

Steuererleichterungen für Corona-geplagte Vermieter

Das Bundesfinanzministerium hat wohl die Sorgen von Gewerbetreibenden und Vermietern erhört und in Abstimmung mit den Länderfinanzbehörden eine steuerliche Corona-Sofortmaßnahme eingeleitet. Demnach können Einkommen- oder Körperschaftsteuerpflichtige, die 2020 Gewinneinkünfte oder Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielen und für 2019 noch nicht veranlagt worden sind, pandemiebedingte Verluste aus 2020 pauschaliert mit Vorauszahlungen im Jahr 2019 verrechnen. Voraussetzung ist ein entsprechender Antrag beim zuständigen Finanzamt.

Im Normalfall können diese sogenannten rücktragsfähigen Verluste nur konkret bestimmt im Vorjahreszeitraum verrechnet werden. Das Bundesfinanzministerium hat aber erkannt, dass die Verluste aufgrund der Corona-Krise bislang noch nicht absehbar sind und daher die Möglichkeit einer Pauschalierung geschaffen. Die Steuerpflichtigen können demnach maximal 15 Prozent der Einkünfte, die der Festsetzung der Vorauszahlungen für 2019 zugrunde gelegt wurden, verrechnen. Bei Einzelveranlagten gilt dabei eine Höchstgrenze von 150.000 Euro, bei Zusammenveranlagten von 300.000 Euro.

„Auch wenn dadurch nicht allen Vermietern geholfen sein wird, begrüßen wir trotzdem diese Sofortmaßnahme des Bundesfinanzministeriums. Denn zumindest lässt sich erkennen, dass die Bundesregierung die Vermieter und deren Sorgen noch nicht gänzlich aus den Augen verloren hat“, sagt Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern.