Haus & Grund Dingolfing l Berichterstatung zur 38. Mitgliederversammlung

Datum: 28.06.2017
Beginn: 19:00
Organisator: Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Dingolfing u. Umg. e.V.
Ort: Dingolfing
Referat: Wenn der Mieter stirbt, was tun?
Referent(en): RA Manfred Nikui
RA Manfred Jomrich (li.) und Schatzmeister Karl Wolf mit der neu gewählten zweiten Vorsitzenden, Barbara Pellkofer

Haus & Grund Dingolfing

Barbara Pellkofer ist zweite Vorsitzende

Einstimmig wurde die Juristin Barbara Pellkofer auf der 39. Jahreshauptversammlung von Haus & Grund Dingolfing Ende Juni als zweite Vorsitzende des Vereins gewählt. Sie übernimmt ab sofort die Beratung der Mitglieder des Dingolfinger Vereins und wird als Rechtsanwältin in der Kanzlei Jomrich Rechtsanwälte tätig sein.

Der Vorsitzende des Dingolfinger Haus- und Grundbesitzervereins, RA Manfred Jomrich, konnte zahlreiche Mitglieder im Saal des Gasthofs „Postbräu“ begrüßen, ganz besonders die Vorstandskollegen Karl Wolf und Inge Heim, sowie darüber hinaus den Chefjustiziar von Haus & Grund Bayern, RA Manfred Nikui, und den Direktionsbeauftragten der Hausbesitzer-Versicherung, Walter Maier.

In seinem Tätigkeitsbericht für 2016 informierte Jomrich die Anwesenden über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Die regelmäßig für Mitglieder angebotene Rechtsberatung werde von immer mehr Ratsuchenden in Anspruch genommen. Die Termine finden sich auf einer eigenen Internetseite von Haus & Grund Dingolfing. Dort könne man auch nachlesen, welche Formulare, zum Beispiel Mietverträge, und Arbeitshilfen für Mieterhöhungen oder Kündigungen der Verein seinen Mitgliedern zur Verfügung stellen könne. Manfred Jomrich: „Wir bieten den Haus- und Grundbesitzern umfassende Rechtsberatung sowie Service- und Dienstleistungen rund um die Immobilie.“

Fachinformation großgeschrieben

Walter Maier von der Hausbesitzer-Versicherung informierte kurz über versicherungsrechtliche Probleme im Zusammenhang mit dem Einbau von Rauchwarnmeldern. Jeder Eigentümer und Vermieter kann ruhig schlafen, wenn er bis zum 31.12.2017 in Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren, die zu Aufenthaltsräumen führen, Rauchwarnmelder eingebaut, eine zeitgerechte Wohngebäude-/Feuerversicherung abgeschlossen hat und auch haftpflichtversichert ist, sagte der Versicherungsexperte.

Der Mieter stirbt – was nun?

Wenn der Mieter stirbt, endet nicht automatisch der Mietvertrag, wie RA Manfred Nikui erklärte. Angehörige haben das Recht, die Wohnung weiter zu nutzen. Nur wenn es keine Mitmieter gibt oder wenn keine Familienmitglieder oder Haushaltsangehörige in den Vertrag eintreten, wird der Mietvertrag automatisch mit dem/den Erben fortgesetzt, was häufig dann geschehe, wenn der Mieter alleinstehend war, weiß der Jurist aus seiner Beratungspraxis zu berichten.

Macht man keine Erben ausfindig, sollte man sich möglichst schnell an das zuständige Nachlassgericht wenden, rät RA Manfred Nikui. Bestellt es einen Nachlasspfleger, kann man diesem gegenüber die Kündigung aussprechen oder Forderungen aus dem Mietvertrag geltend machen. Mit diesem kann auch vereinbart werden, dass man schon vorher die Wohnung betreten und nach dem Rechten sehen darf. Finden sich keine Erben oder schlagen sie das Erbe aus, erbt der Staat. Allerdings ist dessen Haftung auch für Mietschulden auf den Nachlass beschränkt, so der Jurist, was bedeutet, dass der Vermieter letztlich leer ausgehen dürfte, zumal bei älteren Verträgen oft nicht einmal Mietkautionen bezahlt wurden.