Haus & Grund Memmingen | Jahreshauptversammlung

Datum: 09.12.2019
Beginn: 18:00
Organisator: Haus- und Grundbesitzerverein Memmingen u. Umg. e.V.
Ort: Memmingen
Referat: Schöner Mitgliederzuwachs und unschöne Gesetzesänderungen
Referent(en): RA Roman Sostin
RA Roman Sostin, RA Wolfgang Baur, RAin Irmingard Huber-Stempfel, Walter Maier (v.l.n.r.)

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung von Haus & Grund Memmingen konnte sich RA Wolfgang Baur, erster Vorsitzender des Vereins, erneut über eine rege Teilnahme seiner Mitglieder freuen. Der kleine Saal der Memminger Stadthalle war bis auf den letzten Platz gefüllt. Sehr zufrieden zeigte sich Baur auch mit dem weiterhin schönen Mitgliederzuwachs. Ebenso erfreulich: Die vom Verein eingeführte Vergleichsmietendatenbank, die es den Mitgliedern erleichtern soll, Vergleichswohnungen für Mieterhöhungen zu finden, wird sehr gut angenommen und umfasst mittlerweile schon 700 Einträge.

Nach der Begrüßung und dem obligatorischen Kassenbericht übergab RA Baur das Wort an RA Roman Sostin, Syndikusrechtsanwalt von Haus & Grund Bayern, der als Wahlleiter bei den anstehenden Vorstandswahlen fungierte. Dabei wurde RA Baur als erster Vorsitzender im Amt bestätigt, ebenso wie RAin Irmingard Huber-Stempfel als zweite Vorsitzende und Erwin Schmöller als Ausschussmitglied.

Im Anschluss an den offiziellen Teil referierte RA Sostin zu aktuellen Themen aus der Gesetzgebung. Hauptthemen waren hierbei natürlich die Einführung der Mietpreisbremse in Bayern und die Reform der Grundsteuer. Da die Mietpreisbremse nunmehr auch in Memmingen und Bad Wörishofen gilt, erklärte der Jurist den Anwesenden, was die Mietpreisbremse vorschreibt und welche Ausnahmen von dieser Regelung existieren. Er wies darauf hin, dass beispielsweise eine höhere Miete verlangt werden kann, wenn die Wohnung modernisiert wurde oder der Vormieter bereits eine höhere Miete bezahlt hatte. Wichtig sei es dabei, dass der Vermieter den Mieter über diese Ausnahme informiert. Die Ausführungen von RA Sostin zur Grundsteuerreform sorgten für viele fragende Gesichter. Kaum einer der Anwesenden konnte das Berechnungsmodell in Gänze nachvollziehen. Aber der Referent konnte die Mitglieder etwas beruhigen. Durch die verabschiedete Länderöffnungsklausel sei es den Bundesländern nämlich möglich, eigene Regelungen zur Berechnung der Grundsteuer zu erlassen. Der Freistaat Bayern plädierte hier bereits zu Anfang der Reformdiskussionen für ein werteunabhängiges Flächenmodell.

 

Nach den interessanten Ausführungen von RA Sostin folgte ein nicht minder spannendes Thema. Walter Maier, Direktionsbeauftragter der Hausbesitzer-Versicherung, erklärte den Anwesenden, worauf sie beim Versicherungsschutz ihrer Immobilie achten müssen. Dabei stellte er die Inhalte der Feuer-, Sturm- und Elementarversicherungen vor und riet den Mitgliedern dazu, ihren Versicherungsschutz alle 20 Jahre zu überprüfen, da sich in dieser Zeit manches ändern würde.