Haus & Grund Treuchtlingen | Berichterstattung zur Jahreshauptversammlung

Datum: 01.07.2019
Beginn: 19:00
Organisator: Haus- und Grundbesitzerverein Treuchtlingen u. Umg. e.V.
Ort: Treuchtlingen
Referat: Neues Mietrecht, Reform der Grundsteuer, neue Energieausweise u.a.m.
Referent(en): RA Manfred Nikui
(v.l.n.r) RA Manfred Nikui, Erika Strößner, RA Hans Strößner

Haus & Grund Treuchtlingen

Vertrauen ausgesprochen

Rechtsanwalt Hans Strößner, seit vielen Jahren erster Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins Treuchtlingen in Mittelfranken, lenkt auch in Zukunft die Geschicke des Vereins. Einstimmig sprachen die etwa 100 anwesenden Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung am 1. Juli 2019 in der Stadthalle von Treuchtlingen ihm und seinem langjährigen Vertreter, Steuerberater Wilfried Etschel, für ein weiteres Jahr das Vertrauen aus.

In seinem Geschäftsbericht zog RA Strößner Bilanz über 2018: Ob Schönheitsreparaturen, Mieterhöhungen, Kündigungen wegen Eigenbedarfs oder auch wegen Nichtzahlung der Miete und Betriebskostenabrechnungen – immer mehr Mitglieder suchen beratende Hilfe im Verein. Besonders lobte Strößner die tatkräftige Unterstützung durch seinen Vertreter, Wilfried Etschel, der die Mitglieder in steuerlichen Fragen berät, und Erika Strößner, die sich um die Finanzen des Vereins kümmert. Die Finanzlage des Vereins sei gut. Der Verein habe derzeit 380 Mitglieder, wobei sie aufgrund der bisherigen Neuzugänge 2019 weiter mit einem sehr positiven Trend rechne, sagte Frau Strößner in ihrem Kassenbericht.

Energieausweise werden ungültig

RA Manfred Nikui, Chefjustiziar von Haus & Grund Bayern, hielt wie schon in den Vorjahren ein Referat. Er informierte seine Zuhörer zunächst darüber, dass viele Energieausweise Mitte 2018 und zu Beginn 2019 nach 10 Jahren abgelaufen seien. Er empfahl dringend, einen Blick auf das Ausstellungsdatum des Ausweises zu werfen. Eigentümern, die bei Vermietung oder Verkauf einer Immobilie keinen gültigen Verbrauchs- oder Energieausweis vorlegen können, drohen Bußgelder, warnte der Jurist. Sogar in Immobilienanzeigen seien Angaben aus dem Ausweis Pflicht. Auch darauf ging RA Nikui ausführlich ein.

Modernisierungsumlage nur mehr 8 Prozent

Seit Januar 2019 können Modernisierungskosten für den Einbau neuer energiesparender Heizungen oder für die Dämmung von Dach und/oder Fassade nur mehr in Höhe von 8 Prozent anteilig von den Mietern verlangt werden, sagte der Verbandsjurist. Es gelten für die nächsten 6 Jahre zusätzliche Kappungsgrenzen: Liege die Miete über 7 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, gelte eine absolute Erhöhungsgrenze von 3 Euro je Quadratmeter. Andernfalls dürfe die Modernisierungsumlage nicht höher als 2 Euro pro Quadratmeter ausfallen, sagte RA Nikui.

Der Chefjurist von Haus & Grund Bayern begrüßte die Einigung der großen Koalition bei der Grundsteuerreform. Ein Kompromiss sehe vor, dass die Länder eigene Regelungen zur Erhebung und Berechnung der Grundsteuer erlassen könnten. Vor allem Bayern habe wie auch Haus & Grund immer ein einfaches wertunabhängiges Berechnungsmodell allein nach der jeweiligen Grundstücksfläche gefordert. Dies sei die fairste und zugleich einfachste Berechnungsmethode, begründete RA Nikui die Haltung von Haus & Grund.