Berichterstattung zur Herbst-Arbeitstagung in Nürnberg

Datum: 08.11.2019
Beginn: 10:30
Ort: Nürnberg
Referat: Demographische Entwicklung in Bayern / Barrierefreiheit nicht nur im Alter - Was muss der Vermieter leisten / Grundsteuer-Reform / Mieterschutzverordnung & Co. / Neues aus dem Landesverband / D'ORGnet Mitgliederverwaltung
Referent(en): Dr. Ulrike Kirchhoff, RA Roman Sostin, Dipl.-Soz. Jan Kurzidim
Jan Kurzidim mit seiner Referentin Valerie Leukert
Dr. Ulrike Kirchhoff mit RA Roman Sostin
Die Teilnehmer in Nürnberg

Herbst-Arbeitstagung 2019

Ein Blick in die Zukunft und auf aktuelle Entwicklungen

Auf der diesjährigen Herbst-Arbeitstagung von Haus & Grund Bayern in Nürnberg und München standen zunächst die Folgen des demographischen Wandels auf dem Plan. Dipl.-Soziologe Jan Kurzidim, Sachgebietsleiter beim Landesamt für Statistik, erläuterte den Teilnehmern anschaulich die Vergangenheit, Gegenwart und die Zukunft der demographischen Entwicklung in Bayern. Anhand von Modellrechnungen seiner Behörde, die im Nachhinein beeindruckend oft mit der tatsächlichen Entwicklung übereinstimmen, wurde den Anwesenden klar, dass die bayerische Bevölkerung in Zukunft immer älter werden wird.

An diesen Punkt knüpfte das Referat von RA Roman Sostin, Syndikusrechtsanwalt von Haus & Grund Bayern, nahtlos an. Denn umso älter die Menschen werden, umso mehr sind sie auch auf Umbauten angewiesen, um weiterhin in den gewohnten vier Wänden leben zu können. RA Sostin stellte daher den Teilnehmern die Rechte und Pflichten von Mietern und Vermietern beim Thema Barrierefreiheit vor. So erklärte er den Anwesenden, dass der Mieter einen Anspruch auf Duldung bestimmter baulicher Maßnahmen haben kann, die ihm den barrierefreien Zugang zu seiner gemieteten Wohnung erlauben. Doch auch der Vermieter kann tätig werden und die Wohnung barrierefrei modernisieren.

Nach diesem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen richtete Dr. Ulrike Kirchhoff, Vorstand von Haus & Grund Bayern, das Augenmerk wieder auf die Gegenwart. Sie stellte den Teilnehmern die zwischenzeitlich verabschiedete Reform der Grundsteuer vor. Mit anschaulichen Beispielen erklärte sie den Anwesenden die komplizierten Rechenschritte des Modells von Bundesfinanzminister Olaf Scholz und zeigte die Wichtigkeit eines einfacheren Flächenmodells auf, das in Bayern dank der Länderöffnungsklausel möglich wäre. Neben der neuen Grundsteuer schnüren Bund und Länder immer wieder weitere Gesetzespakete.

Dies nahm RA Sostin zum Anlass, in seinem zweiten Vortrag über die abgeschlossenen und geplanten Gesetzgebungsverfahren zu referieren. Nach einem kurzen Bericht über die Tätigkeiten und Vorhaben des Landesverbandes schloss Dr. Kirchhoff die interessanten Veranstaltungen.