Haus & Grund Lauf | Berichterstattung zur Jahreshauptversammlung

Datum: 18.03.2019
Beginn: 19:00
Organisator: Haus & Grund Lauf u. Umg.
Ort: Lauf
Referat: Neues Mietrecht, Reform der Grundsteuer u.a.m.
Referent(en): RA Manfred Nikui
Der Vorstand von Haus & Grund Lauf mit seinem Vorsitzenden RA Lothar Schmauss (vorne 2.v.re.) und dem Refrenten RA Manfred Nikui (vorne re.)

Haus & Grund Lauf u. Umgebung

Wiedergewählt

Einstimmig wählten die über 80 anwesenden Mitglieder von Haus & Grund Lauf Mitte März  im Gasthof „Zur Linde“ in Lauf-Heuchling ihren langjährigen ersten Vorsitzenden, RA Lothar Schmauß, erneut an die Spitze ihres Vereins. Als erste Amtshandlung nach seiner Wiederwahl verabschiedete RA Schmauß Rudolf Patra, der nach 41 Jahren als Kassier nicht wieder für dieses Amt kandidierte. Zum Dank für die jahrzehntelange ehrenamtliche Tätigkeit überreichte RA Schmauß einen Geschenkkorb. Rudolf Patra wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Als Kassier folgt ihm Christian Simon nach. Der restliche Vorstand wurde einstimmig in seinem Amt bestätigt.

Jahresrückblick

Zuvor informierte RA Schmauß die anwesenden Mitglieder über das Vereinsgeschehen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018. Eine erfreuliche Zahl konnte er auch nennen: So gehören dem Verein derzeit etwas mehr als 1000 Mitglieder an - Tendenz steigend, wie er es formulierte.

Neues Mietrecht

Als Referenten konnte RA Schmauß RA Manfred Nikui vom Landesverband aus München begrüßen. Der Chefjustiziar von Haus & Grund Bayern ging kurz auf die Verschärfungen der Mietpreisbremse ein, die seit dem 1. Januar gelten. Vermieter müssten nun ungefragt bei Neuverträgen vorab mitteilen, wenn sie mehr als die zulässige Miete (ortsübliche Miete + 10 Prozent) verlangen, sagte RA Nikui. Sonst könnten Mieter nach einfacher Rüge Rückzahlungsansprüche geltend machen. Jedoch gelte die Mietpreisbremse derzeit in Bayern nicht, so der Jurist. Es fehle an einer rechtwirksamen Verordnung, in der die Gemeinden genannt sind, in denen der Wohnungsmarkt angespannt ist und deshalb die „Bremse“ gelten soll. Wann eine solche Verordnung erlassen werde, sei im Augenblick unklar.

Von den Modernisierungskosten können nur mehr 8 Prozent anteilig auf die Mieter umgelegt werden, wobei auch dafür jetzt eine Kappungsgrenze gilt: Mieten dürfen nach einer Modernisierung nicht um mehr als 3 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche steigen. Betrage die Miete vor einer Erhöhung weniger als 7 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, dürfe sie nicht um mehr als 2 Euro erhöht werden, erklärte der Jurist.

Im Anschluss daran wies Sepp Nitzsche von der Hausbank München kurz auf den von seiner Bank angebotenen Kautionsverwaltungsservice für Vermieter hin. In einem Referat befasste sich dann noch Erich Sedlmeyr, Direktionsbeauftragter der Bayerischen Hausbesitzer-Versicherung, mit den wichtigsten Punkten der Wohngebäude- und Elementarschadenversicherung.