Haus & Grund Lindau | Berichterstattung zur Jahreshauptversammlung

Datum: 06.06.2019
Beginn: 19:00
Organisator: Haus- und Grundbesitzerverein Lindau e.V.
Ort: Lindau
Referat: Jahreshauptversammlung
Referent(en): Dr. Ulrike Kirchhoff
Blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück (von links): Die Vorstandsmitglieder von Haus & Grund Lindau

Mitgliederversammlung von Haus & Grund Lindau:

Datenschutz leicht gemacht – viele Tipps für Vermieter

 

Die Mitglieder von Haus & Grund Lindau können sich freuen. Sie haben einen aktiven Vereinsvorsitzenden, der sie nicht nur gut berät, sondern immer wieder gute Ideen entwickelt, sie in der Öffentlichkeit wirkungsvoll zu repräsentieren. Und so zeigte der Geschäftsbericht des ersten Vorsitzenden RA Karl Wanner wieder viele Aktivitäten des Vereins. Die Beratung der Mitglieder steht an erster Stelle. Zu den unterschiedlichsten The­men rund um die Immobilie können die Mitglieder diesen Service in Anspruch nehmen und sich so viele Probleme von vorneherein ersparen. Um rechtlich stets auf dem neuesten Stand zu sein, besuchen RA Wanner und RA Scheich regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen des Landesverbandes, die über die neu­esten Entwicklungen insbesondere des Mietrechts informieren. Die Öffentlichkeitsarbeit spielt eine wichtige Rolle für den Verein, so werden ständig Spots im regionalen Fernsehen geschaltet, mit Artikel und Interviews ist der erste Vorsitzende präsent. Das Ergebnis ist ein solides Mitgliederwachstum des Vereins. RA Wanner bedankte sich bei der ersten Vorsitzenden des Landesverbandes Haus & Grund Bayern, Dr. Ulrike Kirchhoff, für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und das Engagement des Verbandes für seine Vereine und die Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer. Auch der Kassenbericht zeugte von einer soliden und sparsamen Kassenführung, so dass die Mitglieder dem Vorstand gerne ihr Vertrauen aussprachen.

Im Anschluss an die Regularien referierte Dr. Ulrike Kirchhoff zum Datenschutz für Vermieter. Sie betonte, dass auch unter dem neuen Datenschutzrecht alle Daten von Mietern und Mietinteressenten verarbeitet wer­den dürfen, die benötigt werden, doch gelten zum Teil neue Regeln. So müssen Vermieter etwa viel umfang­reicher als früher dokumentieren, was mit den Daten geschieht. Das geschieht in einem Verarbeitungsver­zeichnis, indem beispielsweise niedergelegt wird, welche Daten vom Mieter für die Durchführung eines Miet­verhältnisses benötigt werden, an wen sie weitergegeben werden – etwa den Steuerberater oder ein Hei­zungsableseunternehmen – oder wie die Daten geschützt werden. Denn auch das ist ein wichtiger Punkt. So sollten schriftliche Unterlagen in verschlossenen Schränken aufbewahrt werden, Computer passwortge­schützt und mit einem Virenschutz versehen sein. Ein größeres Maß an Sicherheit wird über eine Firewall geboten. Wird zum Zwecke der Datensicherung eine sogenannte „Cloud“ genutzt, sollten die Vermieter da­rauf achten, dass das bereitstellende Unternehmen dem europäischen Datenschutzrecht unterliegt und dass sie mit dem Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag schließen.

In der anschließenden Fragerunde spielte neben dem Datenschutzvorschriften auch das neue Mietrecht und insbesondere die aktuelle Diskussion um Mietendeckel und Enteignungen eine große Rolle. Deutlich wurde, dass viele Mitglieder „gefrustet“ sind von den vielen negativ geführten Diskussionen um vermietetes Wohn­eigentum. Denn gerade private Vermieter wollen ihre Mieter nicht über den Tisch ziehen, aber dennoch die Möglichkeit haben, ihre Miete im vernünftigen Rahmen zu erhöhen. Dr. Kirchhoff stand zu den aktuellen Fragen und Problemen gerne Frage und Antwort. Wie es künftig mit der Vermietung weitergeht, konnte sie zwar auch nicht verbindlich sagen. Doch zumindest für die nahe Zukunft konnten klare Aussagen getätigt werden.