Haus & Grund Olching l Berichterstattung zur Infoveranstaltung

Datum: 19.06.2018
Beginn: 19:00
Organisator: Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Olching u. Umg. e.V.
Ort: Olching
Referat: Top-Aktuelles für Vermieter
Referent(en): RA Manfred Nikui/Pamela Kaindl
Stellten sich dem Fotografen: RA Theo Krieglsteiner, RAin Pamela Kaindl, neue Syndikusrechtsanwältin bei Haus & Grund Bayern, Walter Maier und RA Manfred Nikui (v.l.n.r.)

Haus & Grund Olching

Im Amt bestätigt

RA Theo Krieglsteiner wurde auf der ordentlichen Mitgliederversammlung von Haus & Grund Olching Mitte Juni in den Ratsstuben „Dalmacija-Grill“ erwartungsgemäß einstimmig in seinem Amt als erster Vorsitzender des Vereins bestätigt. Als seinen Stellvertreter wählten die 50 anwesenden Mitglieder erneut den Steuerberater Johann Trinkl. Die üblichen Regularien der Mitgliederversammlung wurden zügig von RA Krieglsteiner erledigt. Zuvor berichtete er kurz über ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2017. Besonders freute ihn, dass dem Verein jetzt über 500 Mitglieder angehören – Tendenz steigend, so die Prognose des Vorsitzenden für die nahe Zukunft.

Als Referenten für den informativen Teil des Abends begrüßte RA Krieglsteiner den Chefjustiziar von Haus & Grund Bayern, RA Manfred Nikui, und den Direktionsbeauftragten der Bayerischen Hausbesitzer-Versicherung, Walter Maier, beide aus München.

Richtig versichert?

Walter Maier gab in einem ersten Fachvortrag wichtige Anregungen, wie man als Immobilienbesitzer sein Risiko sinnvoll versichern sollte. Dringend empfahl er, die Wohngebäudeversicherung (Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel und Elementarschäden) zu überprüfen, wenn sie vor mehr als 30 Jahren abgeschlossen worden sei, und bot Mitgliedern von Haus & Grund seine Hilfe dabei an.

Pläne für neues Mietrecht!

Im ersten Teil seines Vortrags stellte RA Manfred Nikui die geplanten Neuregelungen bei Mietpreisbremse und Modernisierungsmieterhöhung vor. Die Mietpreisbremse wolle man, statt sie ganz abzuschaffen, sogar noch verschärfen, kritisierte er. Der Vermieter müsse anders als bisher unaufgefordert bei einer Neuvermietung die bisherige Miete benennen. Die Modernisierungsumlage soll für 5 Jahre von derzeit 11 Prozent auf 8 Prozent gesenkt werden. Zudem sehe der Gesetzentwurf vor, die Umlage auf 3 Euro je Quadratmeter innerhalb von 6 Jahren zu begrenzen. Dies ginge ausschließlich zu Lasten der Vermieter und werde so von Haus & Grund abgelehnt, meinte RA Nikui. Haus & Grund möchte mit einem vereinfachten Verfahren für die Berechnung der Modernisierungsumlage Vermietern Modernisierungen erleichtern: Der Verband hat vorgeschlagen, dass bei Kosten von höchstens 10.000 Euro Vermieter pauschal 30 Prozent für Erhaltungsaufwand abziehen sollen und den Rest als Modernisierungskosten umlegen können. Dies habe, wie man sehe, Eingang in den Gesetzentwurf gefunden, freute sich der Verbandsjurist.

Energieausweise werden ungültig

Seit 10 Jahren gilt auch für Gebäude eine Ausweispflicht. Mit einem Energieausweis müssen Eigentümer nachweisen können, wie effizient ihre Immobilie ist. Gültig ist dieses Dokument 10 Jahre, ist die Frist abgelaufen, braucht man einen neuen Ausweis. Es drohen hohe Bußgelder, warnte RA Nikui und empfahl jedem Immobilienbesitzer, einen Blick auf den Energieausweis seines Gebäudes zu werfen, um zu sehen, ob dieser 2018 oder 2019 ausläuft. Einen neuen Ausweis brauchen Eigentümer aber nur dann, wenn sie ihr Haus oder ihre Wohnung neu vermieten oder verkaufen wollen, nicht jedoch, wenn sie selbst darin wohnen und auch nicht vermieten wollen, sagte der Jurist.