Haus & Grund Schongau | Berichterstattung zur Jahreshauptversammlung

Datum: 10.04.2019
Beginn: 19:00
Organisator: Haus- und Grundbesitzerverein Schongau Stadt und Land e.V.
Ort: Schongau
Referat: Aktuelles zur Grundsteuer und Mietrechtsanpassungsgesetz
Referent(en): RA Manfred Nikui
Zufrieden mit dem Verlauf der Versammlung (v.l.n.r.): Walter Maier, Josef Hutter, Heinz Messarosch und RA Manfred Nikui

Haus & Grund Schongau

Ein „absolutes Muss“ für jeden Hausbesitzer!

Jeder, der Haus oder Grund besitzt und auch noch vermietet, ist nur gut beraten, Mitglied im örtlichen Verein zu sein. Dies sagte Josef Hutter, seit 30 Jahren erster Vorsitzender des Schongauer Haus- und Grundbesitzervereins, vor mehr als 80 Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung Anfang April im großen Saal des „Croatia“ in Schongau. Der Verein zählt 609 Mitglieder. Er verfügt über gesunde Finanzen, ist personell gut aufgestellt und bietet seinen Mitgliedern eine Fülle von wichtigen Beratungs- und Dienstleistungen, wie aktuelle Mietvertragsformulare, Vordrucke für Selbstauskünfte von Mietinteressenten sowie auch die Möglichkeit, sich über deren Bonität zu informieren, sagte Hutter.

Heinz Messarosch, zweiter Vorsitzender des Vereins, berichtete über den derzeitigen Stand der „Mietdatenbank“, die er für die Mitglieder aufgebaut hat. Sein Appell an die Mitglieder: „Bitte stellen Sie uns Ihre Mieten zur Verfügung. Erfassungsbögen dafür hat der Verein.“

Neues Mietrecht – Reform der Grundsteuer

RA Manfred Nikui, Chefjustiziar von Haus & Grund Bayern, ging in seinem Vortrag auf die Änderungen des seit 1. Januar dieses Jahres geltenden Mietrechtsanpassungsgesetzes ein. Von den Kosten einer Modernisierung, etwa einer Dach- oder Fassadendämmung oder dem Einbau einer neuen Heizung, können jetzt nurmehr 8 Prozent auf die Mieter umgelegt werden, wobei 3 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche nicht überschritten werden dürfen. Liege die bisherige Miete unter 7 Euro, dürfe sie sogar nur um 2 Euro erhöht werden, erklärte der Jurist.

Ausführlich ging der Verbandsjurist auf den vom Bundesfinanzministerium vorgelegten Gesetzesentwurf zur Grundsteuer ein. Haus & Grund befürworte die sogenannte „Öffnungsklausel“, die es den Bundesländern erlauben würde, die Grundsteuer nach den Flächen von Grundstück und Gebäude zu erheben, während der Entwurf auch auf den Wert abstellen soll, betonte RA Nikui die Haltung des Verbandes. Gebe es bis Ende des Jahres kein neues Grundsteuergesetz, falle die Steuer in Höhe von über 14 Mrd. Euro für die mehr als 11.000 Gemeinden ersatzlos weg. Ob es eine Öffnungsklausel geben kann, werde nun geprüft, sagte Nikui und wies darauf hin, dass der vorgelegte Entwurf im April vom Kabinett verabschiedet werden soll. Läuft alles nach Plan, sollen die Immobilien erstmals zum 1. Januar 2022 neu bewertet werden. Die Grundsteuer würde dann von 2025 an auf Basis der neuen Werte festgesetzt.

Im Anschluss daran informierte Walter Maier, Direktionsbeauftragter der Bayerischen Hausbesitzer-Versicherung, über Möglichkeiten und Fallstricke von Versicherungen für Immobilien, wobei er detailliert unter anderem auf Wohngebäude-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung für Vermieter einging.